Großbrand Spänebunker Spangerstraße

Seit rund sechs Stunden sind Feuerwehrleute in der Spangerstraße bei einem Einsatz in einem Holzverarbeitungsbetrieb gebunden. In einem größeren Spänebunker war ein Brand ausgebrochen. Nachdem die Feuerwehr den Brand komplett auf den Bunker beschränken konnte, wird nun der Bunker komplett leer geräumt. Verletzt wurde bisher niemand. Der Sachschaden kann noch nicht beziffert werden.

Um kurz vor acht Uhr meldeten Mitarbeiter des Holzbetriebes der Feuerwehr Rauch aus dem Spänebunker aufsteigen. Der zuständige Löschzug Werstener Feld öffnete zunächst sogenannte Explosionsklappen, um die entstandene Wärme abzuführen. Löschwasser kühlte den Bunker soweit, dass alle sichtbaren Glutnester erloschen. Parallel dazu kontrollierten die Einsatzkräfte die umliegenden Räume und brachten alle Mitarbeiter in Sicherheit. Keiner der Beschäftigten hatte sich verletzt. Durch das rasche und gezielte Handeln konnte die Feuerwehr eine Brandausbreitung verhindern und die gefürchtete Staubexplosion bisher verhindern.

Derzeit laufen die Vorbereitungen, den Bunker komplett leer zu räumen. Nur so kann sichergestellt werden, dass die rund 50 Kubikmeter feinen Holzspäne, die im Bunker gepresst sind, keine weiteren Glutnester innehaben. Dazu rüsten sich nun rund 20 Feuerwehrleute mit Schaufel und Schubkarren aus und verladen das "Holzmehl" in bereitgestellte Container.

Neben dem Löschzug aus Wersten war die Düsseldorfer Feuerwehr noch mit Spezialfahrzeugen und Equipment der Technikwache von der Posener Straße und dem Führungsdienst der Branddirektion vor Ort. Zu Spitzenzeiten waren rund 50 Feuerwehrleute im Einsatz gebunden. Ebenfalls waren Mitarbeiter der Bauaufsicht und des Umweltamtes vor Ort. Ein Einsatzende kann derzeit noch nicht genannt werden. Es wird aber sicherlich bis in den Abend rein an der Einsatzstelle gearbeitet werden müssen.

Der seit den Morgenstunden laufende Einsatz an einem Spänebunker in Hassels dauert weiterhin an. Der Bunker wurde teilweise geleert. Mit jeder Schicht, die abgetragen wurde, wurden neue Glutnester freigelegt. Diese galt es abzulöschen. Das Entleeren des Bunkers gestaltete sich aufgrund der baulichen Situation vor Ort sehr schwierig und erforderte ein Großaufgebot an Personal. An diesem Einsatz waren alle Feuer- und Rettungswachen der Feuerwehr Düsseldorf beteiligt. Diese wurden durch mehrere Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr unterstützt. Zudem wurde viel technisches Spezialequipment der Technik- und Logistikwache 10 - Posener Straße - eingesetzt.

Nachdem nun über mehrere Stunden keine neuen Glutnester gefunden wurden, konnte der Großteil des eingesetzten Personals aus dem Einsatz entlassen werden. Über Nacht bleibt ein Löschzug als Brandwache an der Einsatzstelle. Dieser führt regelmäßige Kontrollen durch und kann bei einer Lageänderung sofort eingreifen.

Einer Staubexplosion konnte bei diesem Einsatz vorgebeugt werden und diese hat nicht stattgefunden. In einem Spänebunker werden das bei Holzarbeiten anfallende Sägemehl und Holzstaub gesammelt. Der Inhalt des Spänebunkers ist somit brennbar. Zudem ist das darin befindliche Material sehr fein zerkleinert. Wird dieser Holzstaub aufgewirbelt, bilden die feinst verteilten Partikel eine Staubwolke mit einer extrem großen Materialoberfläche. Durch eine Zündquelle könnte sich eine solche Staubwolke entzünden. Das Verbrennen einer Staubwolke erfolgt schlagartig, weshalb man von einer Staubexplosion spricht.

Quelle: Feuerwehr Düsseldorf


Großbrand
Einsatzname: Großbrand Spänebunker Spangerstraße
Einsatzart: Großbrand
Einsatzort: Düsseldorf, Stadt
Koordinaten: 51.1773935, 6.8647525
Adresse: Spangerstraße, Düsseldorf
Datum: 06.01.2016
Alarmierung: 07:52 Uhr
Alarmierungsart: Alarmierung über Piepser
Dauer: 24:00
Einsatzende: 07:52 Uhr
Einsatzkräfte: 0

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Einsatzplan Großbrand Spänebunker Spangerstraße


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Stichwort: Großbrand Spänebunker Spangerstraße - Düsseldorf - 06.01.2016

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